Euro-5-Diesel: Venetien setzt Verbot aus, Lombardei nicht
Venetien setzt das geplante Euro-5-Dieselverbot ab 1. Oktober aus. In Mailand, Brescia, Monza und Bergamo gelten dagegen neue Einschränkungen.
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Für Autofahrer mit Euro-5-Diesel gibt es in Norditalien ab dem 1. Oktober 2026 keine einheitliche Regel. Venetien hat das geplante Fahrverbot ausgesetzt, und auch Emilia-Romagna verschiebt die allgemeine Verschärfung. Die Lombardei hält dagegen an neuen Einschränkungen in Mailand, Brescia, Monza und Bergamo fest. Wer mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen anreist, sollte deshalb die Regel der konkreten Stadt und nicht nur die Vorgaben der Region prüfen.
Bild: l0da_ralta / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Was sich in Venetien und Emilia-Romagna ändert
Der Regionalrat von Venetien stimmte am 15. September der Aussetzung des Verbots zu. Damit dürfen Euro-5-Diesel nach Angaben der Region auch ab dem 1. Oktober in den größeren Städten weiterfahren. Für Reisende nach Venedig, Verona oder Padua entfällt damit die angekündigte pauschale Sperre für diese Schadstoffklasse. Bereits bestehende Zufahrtsbeschränkungen und kommunale Zonen bleiben davon unberührt.
In Emilia-Romagna greift die allgemeine Euro-5-Beschränkung ebenfalls noch nicht. Die offizielle Übersicht der Region nennt den 1. Oktober 2027 als neuen Termin. Wichtig ist die Ausnahme: In Städten mit mehr als 30.000 Einwohnern, im Ballungsraum Bologna und in einigen freiwillig teilnehmenden Gemeinden können Euro-5-Diesel schon vorher an Tagen mit Luftnotfallmaßnahmen oder an Umweltsonntagen betroffen sein.
In der Lombardei bleibt das Verbot bestehen
Anders ist die Lage in der Lombardei. Dort gilt die Verschärfung ab dem 1. Oktober 2026 für Euro-5-Diesel-Pkw in Mailand, Brescia, Monza und Bergamo. Nach der regionalen Regel dürfen die Fahrzeuge montags bis freitags, ausgenommen Feiertage, zwischen 7.30 und 19.30 Uhr nicht in die betroffenen Stadtgebiete fahren. Mailand hat zusätzlich eigene Regeln für seine Umweltzone Area B.
Die Lombardei verweist zwar auf das kilometerbasierte System MoVe-In als Alternative zu zeitlichen Fahrverboten. Ob es für ein konkretes ausländisches Fahrzeug praktikabel ist, sollte jedoch vor der Fahrt direkt beim Betreiber geprüft werden. Eine Hoteladresse außerhalb des Stadtzentrums bedeutet nicht automatisch, dass die Zufahrt frei ist.
Was Reisende jetzt vor der Fahrt prüfen sollten
Prüfen Sie zuerst die Emissionsklasse des eigenen Autos oder lassen Sie sie sich bei einem Mietwagen schriftlich bestätigen. Danach kontrollieren Sie die aktuelle Seite der Zielregion und zusätzlich die kommunale Zufahrtsregel Ihrer Unterkunft. Das gilt besonders für Fahrten ab dem 1. Oktober nach Mailand, Bergamo und an die oberitalienischen Seen. Wenn Sie noch zwischen Flug, Transfer und eigener Anreise wählen, finden Sie auf Last Minute Italien passende Reiseoptionen für verschiedene Regionen.
